30.09.2017 Turnier des Gryphon Squad auf der Brain&Dice in Heidelberg/Kirchheim

Hallo zusammen,

es ist endlich mal wieder Zeit für einen geschriebenen Turnierbericht von mir.
Am 30.09.2017 hat mein Team, der Gryphon Squad, sein jährliches Turnier auf der Brain & Dice Rollenspiel Convention in Heidelberg/Kirchheim veranstaltet. Nachdem wir ursprünglich geplant hatten, ein sehr fluffiges Turnier mit speziellen Missionen für jede Partei auszuspielen, dafür jedoch die Anmeldungen ausblieben, änderten wir kurzerhand den Spielmodus wieder zum klassischen 100 Punkte Dogfight. Dafür kamen die Anmeldungen dann auch, sodass wir mit 20 Spielern unser (bisher) größtes Turnier veranstalten konnten.

Doch war die Zahl der Anmeldungen nicht die einzige Hürde, die wir nehmen musste. Aufgrund von Versandproblemen o. Ä. war bis kurz vor dem Turnier nicht klar, ob unser Preiskit ankommen würde! Daher ergriff unser TO die Initiative und organisierte dann doch noch einiges, daher geht an dieser Stelle ein großes Danke raus an: Made by MelBel, Wizard’s Well Mannheim und den Spielbetrieb Heidelberg, durch deren Unterstützung wir dann doch einen äußerst ansehnlichen Preispool zusammen bekommen haben.

Die Location in Kirchheim hatte mir letztes Jahr schon sehr gut gefallen, vor allem weil sie von Mannheim und der restlichen Umgebung schnell und gut zu erreichen ist und es einen riesigen kostenlosen Parkplatz gibt. Auch die sanitären Anlangen im Gebäude sind groß und sauber, sodass es keine Probleme dabei gibt. Besonders an der Veranstaltung ist auch, dass es da es ja ein Con-Wochenende ist, durchgehend warme und kalte Verpflegung vom Veranstalter zu erwerben gibt, zu moderaten Preisen. Außerdem waren auch die Getränkepreise mehr als Günstig: Pot Kaffe 0,80 € und 0,7 L Wasser 1,00 €. Damit war meine Grundversorgung bestens abgedeckt. Der Raum, den wir dieses Jahr zur Verfügung hatten, war annähernd perfekt. Wir waren im zweiten Obergeschoss und damit komplett alleine auf der Etage und für uns. Die Toiletten waren nur ein Stockwerk tiefer. Leider konnten aufgrund von Regen die Oberlichter nicht geöffneten werden, was nach einiger Zeit zu etwas dicker Luft geführt hat. Aber abgesehen davon, wurden alle Bedürfnisse erfüllt. Die Tische waren groß genug, um immer gut an alle Schiffe ranzukommen und gleichzeitig genug Platz für das ganze Zeug zu haben, das man so mit sich führt. Die Höhe der Tische war auch ziemlich gut und es gab ausreichend Bestuhlung, damit man sich auch mal setzen konnte.
Das also zum allgemeinen Teil. Aber kommen wir nun zu meinen Spielen bzw. vorab noch meine Liste:

Captain Nym (Rebel) (30)
Veteraneninstinkte (1)
Zwillingslasergeschütz (6)
Streubombengenerator (3)
Zielvisor (3)
Verbessertes Triebwerk (4)
Havoc (0)

Dash Rendar (36)
Einsamer Wolf (2)
Schwere Laserkanone (7)
Rey (2)
Durchbrennender SLAM (1)
Schmuggelverschläge (0)
Outrider (5)

Total: 100

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Spiel 1 vs. Toni Gilbert mit Quickdraw-Backdraft-Starkiller Base Pilot


Im ersten Spiel traf ich auf Toni, einen Spieler aus der Mannheimer/Heidelberger Szene, der mich bei unserem letzten Aufeinandertreffen auf einem Mannheimer Turnier ziemlich deklassiert hat. Daher gab es für mich nur eins: Gewinnen. Und zwar hoch! Denn Rache ist bekanntlich Blutwurst. 😉 Toni trat mit der o. g. Liste an. Sowohl die TIE-SF als auch das Shuttle waren mit Feuerkontrollsystemen ausgestattet. Leider habe ich die restliche Liste nicht mehr genau auf dem Schirm, aber das war für mich mit das Kern-Upgrade, da er mir dadurch am gefährlichsten werden konnte. Ich beschloss also, erstmal langsam zu machen und mir anzuschauen, was Toni sich für seinen Anflug überlegt hatte. Derweil sollte Dash Fokustoken auf Rey horten und Nym ggf. einen der Wege durchs Astifeld mit einem oder zwei Bomblets dicht machen. Der Kern meiner Strategie bestand darin, den Fein im Trümmer-Feld zu stellen und maximalen Nutzen aus Dashs Fähigkeit zu ziehen. Außerdem braucht Nym dringend Deckung. Der gute Mann überlebt sonst nicht lange. Das funktionierte alles in allem auch ganz gut. Das Shuttle und die TIEs setzten zu einer Art Zangenangriff an, der mir ganz entgegen kam, da ich so mit meinen beiden Jungs das Shuttle stellen konnte. Man, dieses Uppsilon Shuttle ist echt brutal. Das hat in der ersten Schussphase 4 oder 5 Schaden auf Nym durchgebracht, musste aber auch selber einstecken und bald danach gehen. Im Tausch musste Nym das Spiel verlassen und Dash hatte es noch mit einem vollen Quickdraw und einem angeschlagenen Backdraft zu tun. Meine Taktik hier sah so aus, dass ich zum einen dafür sorgen wollte, das immer nur einer von den Jungs auf mich schießen konnte und ich zum anderen erst Backdraft zum Schweigen bringen wollte, bevor ich mich an Quickdraws Schilde mache. Das funktionierte auch ganz gut und Backdraft musste bald gehen, ohne das Dash groß beschädigt wurde. Nun widmete ich mich also Quickdraw und einer der Kernmomente in diesem Spiel war wohl die Runde, in der ich Quickdraw seine letzten Schilde nehmen konnte, ohne das er auf Dash schießen konnte. Von da an war es nur noch eine Frage der Zeit und am Ende konnte ich das Spiel mit 100:47 für mich entscheiden.


Spiel 2 vs. Andi „TheRealStarKiller“ mit 4-TLT-Aggressoren


Andi ist ein Spieler aus unserer regelmäßigen Heidelberger Community und wir haben schon öfter gegeneinander gespielt. Bei uns ist Andi für relative ungewöhnliche Listen und seine treue zum Imperium bekannt. Außerdem würde er niemals Imperium und Erste Ordnung mischen, das gehört sich einfach nicht! Um so überraschter war ich, dass er sich dieses Mal zu einer „no Brainer“ Liste hatte hinreißen lassen und mit „The Police“ zum Turnier antrat. Nichts desto trotz hatte ich großen Respekt vor der Liste, da ich zum einen weiß, das Andi ein hervorragender Spieler ist und mir die TLTs zum anderen sehr schnell den Gar aus machen können. Die Taktik war also schnell klar: abwarten, Fokus horten und einen Aggressor nach dem anderen erledigen. Und vor allem: den Feind im Asti-Feld stellen. Die Aggressoren sind in der Formation am stärksten, es galt, selbige aufzubrechen. Im Anflug gelang es mir, Nym erstmal rauszhalten und mit Dash durch seine Fassrolle mich so zu positionieren, dass er austeilen konnte, ohne selber einstecken zu müssen. Im weiteren Verlauf konnte ich mit Nym dank Fassrolle und Schub in Reichweite 1 der Aggressorformation bleiben und mir immer einen der Jungs in die eigene TLT Reichweite legen, sodass wir immer 1 gegen 1 Spielten, was Nym sehr entgegen kommt. Dazu konnte ich so meine Bomblets besser platzieren und auch eins oder zwei von den Bömbchen für Schaden einlochen. Am Ende kam es mir zu Gute, das Andi zwischenzeitlich die Ziele wechselte und ich dadurch 2 Aggressoren ausschalten konnte, ohne selbst Punkte abzugeben. Danach musste ich mich vom Acker machen und für einen eventuellen neuen Angriff neu positionieren. Glücklicherweise konnte ich entkommen und mir immer mal wieder einen der beiden verbliebenen Gegner in Reichweite legen. Wir spielten, bis die Zeit abgelaufen war und am Ende konnte ich nach einem sehr anstrengenden Match mit einem 50:0 Sieg in die dritte Runde einziehen.


Spiel 3 vs. Thomas „Zurbarad“ mit Ketsu-Inaldra-Scout 


Natürlich…im dritten Spiel ging es also gegen meinen Teamkollegen Thomas mit seiner verhassten Ketsu-Liste. Eine Liste, mit der er mich bereits auf der Store Championship in Frankfurt geschlagen hatte und gegen die ich bisher auch in mehreren Trainingsspielen noch kein Mittel konnte. Aber wie heißt es so schön: No pain, no gain. Also nahm ich mir vor, aus den vergangenen Niederlagen meine Lehre zu ziehen und das Match heute für mich zu entscheiden. Dabei stand eine Erkenntnis für mich absolut im Vordergrund: Leg dich nicht mit der Lancer-Class an! Ich war der Meinung, dass die meisten der vorangegangenen Partien für mich verloren gegangen sind, weil ich mich im Anflug auf de Lancer-Class konzentrierte, diese nicht besiegen konnte und dann schon zu beschädigt war, um noch groß etwas entgegen zu setzen zu haben. Heute stand also auf dem Plan, zuerst das Beiwerk vom Tisch zu nehmen und mich dann um die Chefin zu kümmern. So ergab es sich, das ich in der ersten Runde den Jumpmaster ganz ordentlich zusammen schießen konnte. Im Gegenzug musste Nym zwar auch ordentlich einstecken, aber das war einkalkuliert (bis zu einem gewissen Grad…). Nym musste sich dann erstmal verziehen, aber nicht, ohne noch ein Bomblet an taktisch günstiger Stelle zu hinterlassen. Zu diesem Zeitpunkt war er dank eines kritischen Treffers mit Pilotenwert 0 unterwegs, was einem Todesurteil gleich kam. Dash war zu diesem Zeitpunkt auf der Flanke außerhalb des Astifelds unterwegs und machte es für Thomas notwendig, ihn durch selbiges zu verfolgen. Dank guter Hilfe durch meine Trümmerfelder stand dann plötzlich seine ganze Liste mit Stress  und der Jumpmaster hatte sogar Doppelstress. Sehr gut für mich! In Folge dessen konnte ich den Jumpmaster erledigen und kurz darauf auch Inaldra. Zu dem Zeitpunkt war Nym bereits tot, es hieß also Ketsu vs. Dash im Endspiel. Zu dem Zeitpunkt war Dash noch recht fit und Ketsu zumindest angesengt. Trotzdem sollte es noch ein zähes Spiel werden, bis Dash endlich die olle Ketsu erledigen konnte. Dash musste allerdings auch noch gut einstecken und verlor die Hälfte seiner Lebenspunkte. Nichts destotrotz ging das Spiel mit 100:72 an mich. Stand: 3:0 Baby!


Spiel 4 vs. Norbert Piroska mit Rau-Booten


In Spiel 4 traf ich auf einen alten Bekannten, den einzigen anderen Spieler mit 3:0. Norbert und ich sind uns bisher auf 2 Turnieren begegnet und jeder von uns konnte bisher einen Sieg für sich beanspruchen.
Heute hatte Norbert Rau-Boote (Fenn Rau + 2 Jumpmaster mit Torpedos, Attani usw.) dabei. Von vornherein ein sehr schwieriges Matchup, da die Jumpmaster sowohl Nym als auch Dash mit ihren Torpedos sehr gefährlich werden können.
Ich versuchte es also mit einem unkonventionellen Eröffnungsmanöver (3-Talonrolle als aller erste Bewegung…) um direkt ein Bomblet in die Anflugschneise der Jumpmaster zu legen. Nicht gut…man ist einfach noch zu dicht an der eigenen Kante nach einer 3er Talonrolle, um danach gescheit manövrieren zu können. Tja, was soll ich sagen…das wars auch im Prinzip. Norbert knallte mir seine Torpedos um die Ohren und das wars. Niederlage mit 17:100. Stand 3:1


Spiel 5 vs. Sven mit Doppelkrabben


Spiel 5. Jetzt geht es um die Wurst. Sollte ich nämlich hoch gewinnen können und Norbert am Nebentisch verlieren, könnte ich immer noch das Turnier gewinnen. Mir gegenüber saß Sven aus Worms, der sonst in Worms die tollen X-Wing Turniere des Tabletop Worms e. V. organisiert, heute aber als Spieler angereist war. Er hatte Doppelkrabben mitgebracht. Wenn ich das richtig im Kopf habe, waren es IB-88B und IG-88C (Sven, falls du das ließt, lass doch mal die genaue Liste da), beide mit Schwerer Laserkanone. Autothrusters waren auch noch dabei. Den Rest habe ich leider vergessen. Die Idee war, die Krabben zu überfliegen und so viel Zeit in ihrem Rücken oder Flanken zu verbringen. Das klappte auch ein bisschen und Dash konnte einige Runden auf die Krabben schießen, ohne selber beschossen zu werden, Dafür steckte Nym ordentlich Prügel ein. Am Ende war es die Unzerstörbarkeit der Krabben, die das Spiel entschieden. Ich brauchte über 50 Minuten und mehr als 20 Treffer mit der HLC, um auch nur eine von beiden Krabben abzuschießen. Zu dem Zeitpunkt war Nym tot und Dash kurz vor Hälfte, ich hätte also die zweite Krabbe auch noch erledigen müssen, um das Spiel noch zu gewinnen. Ich verursachte in den nächsten 20 Minuten keinen einzigen Schaden, trotz einiger weiterer Schussrunden, in denen nur nich schießen konnte. Daraufhin flog ich Dash dann versehentlich vom um 1 Milimeter vom Board. Und da ich auch müde war, habe ich gar nicht erst nach einem Judge gerufen…Niederlage 50:100. Endstand: 3:2.

Dank dieser Niederlage und meiner schlechten MoV schaffte ich es nicht mal in die Top 8, sondern wurde 10 von 20. Alles in Allem bin ich allerdings zufrieden, da ich sowohl Ketsu als auch 4-TLT-Aggressoren schlagen konnte. Es war wieder ein sehr schönes Turnier.

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